Fünf Fragen an: Jörg Rainer Noennig von den Wissensarchitekten

Fünf Fragen an: Jörg Rainer Noennig von den Wissensarchitekten

Unter dem Titel „Fünf Fragen an…“ veröffentlichen wir Interviews mit den Projektpartnern der Zukunftsstadt Dresden. Wir haben sie zu ihrer Motivation befragt und wollten wissen, warum sie Zeit und Raum zur Verfügung stellen und bei dem Projekt mitmachen. Den Anfang unserer Fragerunde machte Dr. Markus Egermann vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) Dresden.

Nun gehen unsere fünf Fragen an Prof. Dr. Jörg Rainer Noennig von den Wissensarchitekten der TU Dresden.

Zukunftsstadt-Dresden.de: Wie unterstützen Sie das Projekt Zukunftsstadt?
Prof. Dr. Jörg Rainer Noennig: Schon vor Projektstart haben wir als Teil des Projektteams den BMBF-Antrag der ersten Runde mit verfasst und Ideen zur Umsetzung eingebracht. Gegenwärtig betreuen wird das Zukunftsstadtprojekt Dresdens inhaltlich und helfen mit unserer wissensarchitektonischen Begleitung der laufenden Aktivitäten gemeinsame Visionen für die zweite Runde zu kreieren. Konkret übernahmen wir zum einen die Konzeption und Organisation von Teilprojekten – u.a. der sogenannten „Dresdner Zukunftsbahn“ und der Ideenwerkstatt „Zukunftscampus“ ). Zum anderen bereiten wir die in der Zukunftsbahn, in den Workshops und bei Projekttreffen entstandenen Inhalte grafisch auf, reorganisieren diese und modellieren so die zentralen Meinungen, Ideen und Visionsansätze zur Weiterentwicklung des Zukunftsstadtprojekts heraus („visuelles, strukturiertes Wissensmanagement“).

Zukunftsstadt-Dresden.de: Warum sind Sie als Partner beim Projekt Zukunftsstadt dabei?
Noennig: Wir haben ein wissenschaftliches Interesse am „Open City Ansatz“, der eines unserer zentralen Forschungs- und Arbeitsthemen ist. Dabei stellt sich u.a. die Frage, wie eine gemeinschaftliche Visionsbildung für die langfristige Planung und (Stadt-)Entwicklung realisierbar ist und welche Methoden dafür geeignet sind.

Zukunftsstadt-Dresden.de: Was versprechen Sie sich davon?
Noennig: Eine partizipative und universell einsetzbare Methode der Stadtentwicklung, wie mit einem breit angelegten bottom-up Ansatz Meinungen und Ideen einer möglichst breiten Bevölkerung eine tragfähige Zukunftsvision entwickelt werden kann.

Zukunftsstadt-Dresden.de: Warum sollten sich auch andere beteiligen?
Noennig: Wir gehen davon aus, dass es im urbanen Maßstab eine kollektive Intelligenz und ebenso kollektive Kreativität gibt, die umso stärker und aussagekräftiger ist, je größer der Fundus an Meinungen und Ideen im Projekt ist.

Zukunftsstadt-Dresden.de: Was ist Ihre Vision für Dresden 2030+?
Noennig: Eine Stadt mit entwickelter kollektiven Intelligenz und Kreativität, die sich dieser bewusst ist und sie aktiv nutzt, um aktuelle Fragestellungen und künftige Herausforderungen zu diskutieren sowie zu lösen.

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