Projekt Zukunftsstadt 2030: So bindet der Sukuma arts e.V. Jugendliche ein

An welchem Punkt werden in das „Zukunftsstadt 2030+“-Projekt die Visionen und Meinungen von Dresdner Jugendlichen eingebunden? Sind Workshopkonzepte und Reallabore geeignete Mittel, um Jugendliche alltagsrelevant und lebensweltnah abzuholen?

Aus diesen Überlegungen entstand im Frühjahr 2017 die Idee der Zukunftsstadt-Projektpartner Sukuma arts e.V. und Putjatinhaus Dresden e.V., an die jugendliche Zielgruppe gerichtete BNE-Workshops zu “Nachhaltigem Konsum” sowie einen Nachhaltigkeits-PoetrySlam durchzuführen und die Teilnehmenden einzuladen, sich kreativ mit Visionen für ein nachhaltigeres Leben in ihrer Stadt auseinanderzusetzen.

Aufruf zum Ausprobieren. (Foto: Sukuma arts e.V.)
Aufruf zum Ausprobieren. (Foto: Sukuma arts e.V.)

Die Ergebnisse vom Sukuma Award Schulkino 2017

Eine Woche lang haben Dresdner Schüler*innen einen Aspekt nachhaltigeren Lebens praktisch ausprobiert und dieses Alltagsexperiment mit ihren Mobiltelefonen filmisch dokumentiert. Den Auftakt dazu bildeten Workshops zum Thema „Mein nachhaltiges Leben in der Zukunftsstadt“ an verschiedenen Dresdner Schulen und Jugendeinrichtungen unter der Betreuung des Sukuma arts e.V. Dort entwickelten die Jugendlichen Konzepte für sogenannte Alltagschallenges. Welche Aspekte von nachhaltigem Konsum sind für sie persönlich spannend? Was sind in ihren Augen die drängenden sozialen und ökologischen Probleme unserer Zeit? Anhand der globalen Perspektive auf die alltäglichen Dinge des täglichen Bedarfs (u.a. Kleidung, Ernährung, elektronische Geräte, Mobilität, Plastik, Kosmetik) wurden von den Jugendlichen mögliche persönliche Lösungsansätze gesucht, debattiert und ausprobiert.

Zwei Gruppen aus der Freien Evangelischen Schule und dem Gymnasium Dresden Bühlau setzten im November/Dezember 2017 ihr spannendes Experiment dann eigenständig um. Es entstanden zwei – mit den Handys der Teilnehmenden gedrehte – Kurzdokus über ihre Suche nach nachhaltigen Lebensstil-Alternativen und das praktische Tun und das komplexe Thema “Nachhaltiges Leben” wurde so für die Jugendlichen zugänglicher und alltagsrelevant. Die Kurzfilme sind vielleicht technisch nicht ganz so perfekt, aber sie zeigen eine intensive Auseinandersetzung Dresdner Jugendlicher mit dem Thema „Nachhaltiges Leben“ und dokumentieren die Bemühungen der Jugendlichen, zukunftsfähige Lebensstile eine Woche lang selbst praktisch zu erproben.

Eine Woche Palmölfrei

Video von der Klasse 8b der Freien Evangelischen Schule Dresden

Klamotten nachhaltig nutzen

Video von den 7. Klassen des Gymnasiums Dresden Bühlau

Hinter unserem Projekt steht die Überzeugung, dass Jugendliche Expert*innen sind und die ihnen wichtigen Themen am besten selbst kreativ bearbeiten können. Wir haben nur den thematischen Rahmen vorgegeben und gemeinsam mit dem Medienkulturzentrum/SAEK beim Dreh unterstützt“, erläutert Dr. Nadja Müller vom Verein Sukuma arts e.V., die das Projekt koordiniert. „So verbinden wir auf spielerische Weise typische Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Medienkompetenztraining und fördern auf vielen Ebenen eine kritische Konsumreflexion, aber auch soziale und gestalterische Fähigkeiten“.

Weitere Details findet ihr auf der extra eingerichteten Webseite.

Dies ist ein Gastbeitrag von Dr. Nadja Müller, Projektkoordination Sukuma Award.

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