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Vortritt für Fußgänger

Status

aktiv

Das Projekt in einem Satz

Kampagne für die Priorisierung von Fußgänger*innen in der Straßengestaltung

Projektidee

Neben dem vielen Guten, ja Sensationellen, das Dresden auszeichnet, fallen zwei nicht so positive Eigenarten auf:

  1. Die Bevorzugung des motorisierten Privatverkehrs gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern und
  2. die mangelnde Disziplin bzw. gegenseitige Rücksichtnahme im öffentlichen Raum.

Das eine zeigt sich u.a. im fast vollständigen Fehlen von Zebrastreifen in der Stadt, das andere u.a. in der Eigenart, dass das letzte Fahrzeug bei der Ampelschaltung noch schnell bei Rot durchfährt. Das eine dürfte mit dem anderen zu tun haben.

Wenn es in einer Stadt viele Zebrastreifen gibt, müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer eine ganz andere Aufmerksamkeit entwickeln und sich angewöhnen, als wenn sie nur Ampeln und Rechtsvortritt beachten müssen.

Projektziel

Ziel ist, dass die Stadt Dresden ab 2030 dem schwächsten Verkehrsteilnehmer, dem Fußgänger, die oberste Priorität einräumt. Bei allen Verkehrsplanungen und -maßnahmen wird zuerst auf das Wohl des Fußgängers geachtet. In zweiter Linie werden die Bedürfnisse der Radfahrer berücksichtigt. Und schließlich werden die Interessen des motorisierten Autoverkehrs einbezogen.

Parallel gibt es Informations- und Werbekampagnen für gegenseitige Rücksichtnahme im öffentlichen Raum. Alle Verkehrsteilnehmenden haben gelernt, dass sie gleichwertig sind, unabhängig von ihrem Transportmittel. Gegenseitige Rücksichtnahme geht einher mit Verständnis für die anderen und deren berechtigten Anliegen.

Damit werden gleich drei Ziele für die Stadt erreicht:

  1. Dank der neuen Qualität der Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme wird der Zusammenhalt gefördert und
  2. die Unfallgefahr entscheidend gemindert. Beides zusammen ergibt
  3. eine bessere und nachhaltigere Lebensqualität.