Zukunftsstadt Dresden – Gemeinsam selber machen!

Dresden wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zu einer von acht deutschen „Zukunftsstädten“ ernannt. In Dresden wird seit 2015 erforscht, wie der Weg zu einer nachhaltigen und innovativen Stadt gelingen kann, in der ein gutes und gesundes Leben möglich ist.

Der bisherige Weg der „Zukunftsstadt Dresden“

2015: 160 bundesweite Konzepte von 52 Städten wurden beim BMBF eingereicht
2016: in Dresden beteiligten sich 1000 Personen an der Erstellung des Gesamtkonzeptes
2016: 23 Städte wurden vom BMBF ausgewählt, ihre Konzepte detaillierter ausarbeiten zu können
2017: 300 aktive Dresdnerinnen und Dresdner gründeten 100 Projekte der Stadtgesellschaft
2018: 25 dieser Bürgerprojekte bewarben sich um die Unterstützung der Stadt Dresden
2018: 8 Städte bekamen vom BMBF die Zusage zur Umsetzung der Konzepte
2019: Die „Zukunftsstadt Dresden“ beginnt gemeinsam mit 8 Bürgerprojekten die Umsetzung

Die Zukunftsstadt-Projekte

Das Besondere daran ist, dass Dresdnerinnen und Dresdner gemeinsam mit der Wissenschaft Ideen und kleine Projekte entwickelt haben. Diese werden nun in den nächsten Jahren von der Bürgerschaft mit Hilfe der Stadtverwaltung umgesetzt.
So wird im Projekt „Essbarer Stadtteil Plauen“ untersucht, welche Nahrungspflanzen genutzt werden können, wenn die Selbstversorgung des Stadtteils erhöht werden soll. Das Projekt „Zur Tonne“ will herausfinden, wie ein Restaurant ausschließlich mit aussortierten Lebensmitteln betrieben werden kann. Der „Lebensraum Schule gemeinsam gestalten“ fragt, wie Schulen und dazugehörige Gelände nachhaltig als gemeinsamer Lebensraum entwickelt und genutzt werden können. Das Team von „Materialvermittlung“ erforscht, wie Materialien sinnvoll weiterverwendet werden können, anstatt sie wegzuwerfen. Und in der äußeren Neustadt soll das Modell autofreier Stadtteil für eine Woche getestet werden. weitere Informationen: www.zukunftsstadt-dresden.de/projekte

Zukunftsstadt 2.0

Gleichzeitig werden ab 2019 aus städtischen Haushaltsmitteln immer wieder neue Bürgerprojekte gefördert. Die Projekte sollen im Dresdner Stadtraum stattfinden, innovativ sein und die globalen Grenzen beachten.
Das Zukunftsstadtbüro unterstützt die Projektgründungen und Anträge auf Förderungen durch regelmäßig stattfindende Workshops und Informationsveranstaltungen. Dadurch soll ein Netzwerk aus engagierten, befähigten Bürgerinnen und Bürgern und Initiativen – eine nachhaltige Zukunftsstadt-Community – entstehen.
Wir laden Sie ein – machen Sie mit!

  • gründen Sie eigene Projekte mit Nachhaltigkeitswirkung
  • besuchen Sie unsere kostenfreien Seminare, Workshops und Konferenzen
  • unterstützen Sie bereits bestehende Projekte mit Ihrem Engagement
  • erzählen Sie anderen Menschen von der Idee der „Zukunftsstadt Dresden“

Werden Sie Teil der Zukunftsstadt-Community!

Grundsätzliches: Nachhaltige Visionen für Dresdens Zukunft

Von Juni 2015 bis Mai 2016 haben Dresdnerinnen und Dresdner in zahlreichen Workshops viele einzelne Visionen für eine nachhaltige Stadt zu Papier gebracht.
Diese wurden zu einem gemeinsamen Zukunftsbild zusammengefügt, welches fünf Handlungsebenen umfasst. Diese fünf Handlungsebenen können uns als Leitbild helfen, unseren Weg in eine lebenswerte Zukunft zu finden:

1. Globale Ebene: Welche Auswirkungen hat das Leben in Dresden auf den Planeten?
2. Gesellschaftlich: Wie können wir alle an der Gestaltung unserer Stadt mitwirken?
3. Regional: Wie verbindet sich die Stadt mit dem Umland zur resilienten Region?
4. Nachbarschaftlich: Welche Strukturen brauchen nachhaltige Quartiere?
5. Zwischenmenschlich: Wie gehen wir miteinander um?

Wie arbeite ich mit dem Zukunftsbild?

Jede und jeder ist eingeladen, anhand des Bildes zu schauen: Wo finde ich mich in meinem Alltag und meinen Arbeitsleben wieder? Teile ich die Zukunftsvision? Wo möchte ich sie ergänzen oder verändern?
Dresdner Institutionen, Vereine, Unternehmen und interessierte Gruppen können sich ebenfalls anhand des Zukunftsbildes verorten:

  • Wo tragen Sie etwas zur Realisierung dieser Vision bei?
  • Auf welcher der 5 Ebenen liegt Ihr Arbeitsschwerpunkt?

Andere Kommunen können die 5-Ebenen-Struktur des Zukunftsbildes ebenfalls gern aufgreifen und für sich nutzbar machen: Füllen Sie die Ebenen mit den Bürgervisionen aus Ihrer Kommune!