Projekt Zukunftsstadt 2030: Alltagschallenges für ein nachhaltiges Leben in Dresden

Aufruf zum Ausprobieren. (Foto: Sukuma arts e.V.)

An welchem Punkt werden in das „Zukunftsstadt 2030+“-Projekt die Visionen und Meinungen von Dresdner Jugendlichen eingebunden? Sind Workshopkonzepte und Reallabore geeignete Mittel, um Jugendliche alltagsrelevant und lebensweltnah abzuholen?

Nachdem sich bereits 2017 Dresdner Jugendliche gemeinsam mit dem Sukuma arts e.V. in sogenannten Alltagschallenges kreativ mit Visionen für ein nachhaltigeres Leben in ihrer Stadt auseinandergesetzt hatten, fand nun die zweite Durchführung dieses Projekts statt.

Die Ergebnisse des Sukuma Award Schulkino 2018
Eine Woche lang haben Dresdner Schüler*innen einen für sie spannenden Aspekt nachhaltigen Lebens praktisch ausprobiert und dieses Alltagsexperiment mit ihren Mobiltelefonen filmisch dokumentiert. Im Vorfeld dazu standen insgesamt 13 Workshops zum Thema „Mein nachhaltiges Leben in der Zukunftsstadt“ an verschiedenen Dresdner Schulen, die der Sukuma arts e.V. von September bis November 2018 durchführte.

Dort erfuhren die Jugendlichen mehr über die globalen Auswirkungen ihres Konsums, berechneten ihren Ökologischen Fußabdruck und lernten verschiedene Dresdner Nachhaltigkeitsakteure, wie die Gemeinschaftsgärten, die Dresdner Tafel oder den Konglomerat e.V. kennen. Sie stellten sich Fragen wie: Welche Aspekte von nachhaltigem Konsum sind für dich persönlich spannend? Was sind in deinen Augen die drängenden sozialen und ökologischen Probleme unserer Zeit? Anhand der globalen Perspektive auf die alltäglichen Dinge des täglichen Bedarfs (u. a. Kleidung, Ernährung, elektronische Geräte, Mobilität, Plastik, Kosmetik) wurden von den Jugendlichen anschließend mögliche persönliche Lösungsansätze gesucht, debattiert und als Alltagschallenge konzipiert.

Drei Gruppen aus dem Marie Curie Gymnasium, der 56. Oberschule „Am Trachenberg“ und dem Gymnasium Dresden Bühlau setzten dann im November/Dezember 2018 ihr spannendes Experiment eigenständig um. Es entstanden drei Kurzdokus über ihre Suche nach nachhaltigen Lebensstil-Alternativen. Durch eigenes praktisches Tun wurde so das komplexe Thema “Nachhaltiges Leben” für die Jugendlichen zugänglich und alltagsrelevant.

Eine Woche Plastikfrei
Video von der Klasse 7a des Marie Curie Gymnasiums

Eine Woche Vegetarisch
Video von der Klasse 7b der 56. Oberschule „Am Trachenberg“

Eine Woche Palmölfrei
Video von der Klasse 7/2 des Gymnasiums Dresden Bühlau

„Hinter unserem Projekt steht die Überzeugung, dass Jugendliche Expert*innen sind und die ihnen wichtigen Themen am besten selbst kreativ bearbeiten können. Wir haben nur den thematischen Rahmen vorgegeben und gemeinsam mit dem Medienkulturzentrum/SAEK beim Dreh unterstützt“, erläutert Dr. Nadja Müller vom Verein Sukuma arts e.V., die das Projekt koordiniert. „So verbinden wir auf spielerische Weise typische Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Medienkompetenztraining und fördern auf vielen Ebenen eine kritische Konsumreflexion, aber auch soziale und gestalterische Fähigkeiten“.

Weitere Details finden Sie auf der extra eingerichteten Website.

Dies ist ein Gastbeitrag von Dr. Nadja Müller, Projektkoordination Sukuma Award.