Müllentsorgung wird teurer: Diese Projektideen von Zukunftsstadt Dresden 2030 vermeiden Abfall!

Wir produzieren viel zu viel Müll. Tag für Tag. Und unnötigerweise. Zugleich steigen in Dresden in den kommenden Jahren die Kosten für die Entsorgung. Zeit für neue Ideen. An denen mangelt es nicht.

Das Problem: Steigende Müllkosten in Dresden

Ab 2018 müssen Dresdner Bürgerinnen und Bürger mit höheren Preisen für die Grundgebühr und Abfallentsorgung rechnen. Die Entleerung einer 120-Liter-Mülltonne steigt um 37 Cent auf 5,17 Euro.

Die Landeshauptstadt Dresden beziehungsweise die Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen sieht einfache Möglichkeiten, die Kosten ohne einen enormen Aufwand zu senken: „Bei der Abfalltrennung gibt es noch weitere Potenziale. Wie die aktuelle Analyse des Restabfalls zeigt, sind in ihm ein Drittel Bio- und Grünabfälle, 9,1 Prozent Leichtverpackungen und Kunststoffe sowie zehn Prozent Papier und Pappen enthalten. Dabei könnten sie richtig getrennt viel günstiger und umweltfreundlicher entsorgt werden.

Aus diesem Grund wird die fehlerhafte Mülltrennung künftig „bestraft“. Höhere Zusatzgebühren für falsch gefüllte Bioabfalltonnen sind die Konsequenz.

Lösungen: Projekte von Zukunftsstadt Dresden 2030

Einige Projekte von Zukunftsstadt Dresden 2030 zeigen auch, dass längst zig weitere Ideen existieren, um Müllberge nicht weiter wachsen zu lassen. Organische Abfälle, sicherlich das geringere Problem einer Großstadt wie Dresden, könnten laut Projekt C9 in erneuerbare Kraftstoffe umgewandelt werden. Mit diesem würde man den Nahverkehr versorgen. Praktisch.

Auch bei dem Projekt H3 mit dem Namen Remida Dresden könnten „Abfälle“ aus Industrie und mittelständischen Unternehmen  reduziert werden. Und wie? Recycling und Upcycling sind die Stichworte! Kunstschaffende, Schulen, Kitas, aber auch Privatpersonen verwenden die Reste, um neue Produkte entstehen zu lassen. Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen kann so auch vermittelt werden. Besonders Künstler könnten auf diese Weise unterstützt werden.

So gesehen ist auch das Sozialrad, Projekt E9, bemüht, Müll zu vermeiden. Der Ressourcenverbrauch soll durch soziale Fahrradwerkstätten in jedem Quartier gesenkt werden. Aus alten Drahteseln werden neue. Reparieren, statt neue Fahrräder kaufen. Und diese werden sogar anderen Menschen zur Verfügung gestellt.

Recycling als Methode, Abfall zu vermeiden. Ressourcen schonen und bewusst einsetzen, statt sie zu vergeuden. Auch das ist das Ziel von Projekt H9. Im „Leih-Laden“ werden Alltagsgegenstände und Technik an Vereine oder Einzelpersonen verliehen. Statt noch funktionierende Geräte und Produkte einfach wegzuschmeißen, bekommen sie eine neue Bedeutung sowie einen womöglich längerfristigen Sinn.

Ideen für die Gegenwart und Zukunft

Selbstverständlich gibt’s viele weitere Ansätze, wie wir alle einen kleinen Beitrag leisten können, um Müll gar nicht erst entstehen zu lassen. Das können konkrete Maßnahmen sein, beispielsweise das Einführen von Mehrweg-Coffee-to-go-Bechern, oder auch nachhaltige Zukunftsvisionen, wie sie im Rahmen von Dresden Zukunftsstadt 2030 in den Köpfen der Dresdnerinnen und Dresdner entstanden. Viele kleine und große Ideen führen zusammen zu einem sinnvolleren, überlegten Umgang mit Rohstoffen. Ansätze gibt es sichtlich schon ein paar. Jetzt müssen sie nur nach und nach realisiert werden.

Viele weitere Projekte, die sich freilich nicht nur der Müllvermeidung widmen, findet ihr direkt auf der extra eingerichteten Seite.

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